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Mättmi hüt - für morn
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Auf diesen Seiten publiziert die Arbeitsgruppe Lokale Agenda 21 laufend neue Informationen rund um das Projekt "Mättmi hüt - für morn".

Wer steht hinter der Arbeitsgruppe Lokale Agenda 21?

Sammelstelle zur Abfallentsorgung – zentral oder dezentral

Zur Zeit wird die kürzlich erfolgte Auflösung der dezentralen Sammelstellen in Affoltern heftig diskutiert. Die Mettmenstetter Projektgruppe „Entsorgung“ kommt zum Schluss, die zentrale Sammelstelle nicht in einem Mietobjekt einzurichten, sondern für diese Frage den Bau des gemeineigenen Feuerwehr/-Werkgebäudes abzuwarten.

Anlässlich des Prozesses „Mättmi hüt – für morn“ wurde 2003 das Thema Abfallentsorgung aufgegriffen. Gemäss der Befragung vom Herbst davor schätzten die EinwohnerInnen insgesamt die Sauberkeit im Dorf, wünschten sich jedoch eine weitere Verbesserung. In den Gesprächen im Rössli war sodann die Rede von zusätzlichen, dezentralen Sammelstellen in den Weilern, so dass Glas und Metall in der Nähe deponiert werden könnten und damit das Auto weniger benutzt werden müsste. Weiter diskutierten die Teilnehmenden die Realisierung einer zentralen, betreuten Sammelstelle mit Gesamtangebot. Daraus wurde das Projekt „Entsorgung“ der Agenda Mättmi formuliert.

Die Projektgruppe Entsorgung (Thomas Boll, Kerstin Moeller, Monika Sennhauser, Peter Wild) nahmen anfangs Mai 2004 ihre Aufgabe in Angriff, nachdem die Abfallzahlen 2003 (Mengen, Kosten vorlagen. Ein Vergleich unserer Entsorgungskosten wie auch unserer Abfallgebühr hatte ergeben, dass wir uns im Vergleich mit dem übrigen Bezirk im Mittelfeld befinden. Diskussionen mit verschiedenen Fachleuten sowie Betreibern von Sammelstellen in umliegenden Gemeinden (Wettswil, Unterägeri, Güterbahnhof ZG), die wir besichtigten, zeigten uns auf, dass die Vorteile einer zentralen, betreuten Sammelstelle gegenüber dezentralen, nicht betreuten deutlich überwiegen. Aus diesem Grund konzentrierte sich die Projektgruppe im Folgenden auf die Möglichkeit einer zentralen Sammelstelle unter Stilllegung der bestehenden dezentralen hinter dem Gemeindehaus und am Bahnhof. Zur Diskussion stand wie schon vor etlichen Jahren der heute in Privatbesitz befindliche ehemalige SBB-Güterschuppen.


Abklärungen und Kostenschätzungen

Im Februar 2005 wurde von zwei Anbietern eine grobe Analyse der Situation sowie eine Kostenschätzung vorgelegt. Diese Grundlagen erlaubten, den Investitionsaufwand sowie die zu erwartenden Kosten für die Betreuung der Sammelstelle abzuschätzen. Die nötigen Investitionen liegen bei über Fr. 100'000.--, davon rund die Hälfte für ortsfeste Einrichtungen in einem Mietobjekt, und für ein Sammelangebot, das sich auf die heutigen Fraktionen beschränkt.


Bewertung

Eine erste Ankündigung der möglichen Einrichtung einer zentralen Sammelstelle im „Mir Mättmistetter“ im Sommer 2004 ergab sieben positive Reaktionen und keine negativen. Die „vorsichtige“ Ankündigung einer Gebührenerhöhung im Zusammenhang mit der Sammelstelle sowie mit den erhöhten Grüngutabfuhrkosten im Mai 2005 blieb ohne Reaktion. Das Interesse der Bevölkerung an diesen Fragen schien nicht sehr gross zu sein und die bestehenden Angebote mehrheitlich zufrieden stellend.


Ausblick

Die Gemeinde ist im Begriff ein Feuerwehr- und Werkdienstgebäude zu konzipieren, mit der Möglichkeit, eine zentrale Sammelstelle von Anfang an einzuplanen und entsprechend professionell zu gestalten. Aus diesen Fakten zog die Projektgruppe den Schluss, dass zur Zeit zu wenig Argumente für die Umsetzung einer zentralen Sammelstelle vorliegen und dass somit das Projekt vorläufig zu sistieren ist. Einem entsprechenden Antrag stimmte der Gemeinderat Ende 2005 zu.


Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön geht an die Projektmitglieder für den geleisteten Einsatz, für hilfreiche Recherchen und die kritisch-engagierte Mitarbeit.

Kerstin Moeller, Ressortverantwortliche / Januar 2006



Wir stehen an und suchen dringend begeisterungsfähige Leute:
Kinder-Tagesbetreuung – ein Projekt der Agenda Mettmenstetten


Das Einrichten von Tages-Betreuungsstrukturen für Kinder im Vorschul- und im Schulalter ist in aller Leute Munde – und in zahlreichen Gemeinden auch schon Wirklichkeit (Sie lesen zum Beispiel regelmässig darüber im Affoltermer Anzeiger). In unserer Gemeinde aber lässt eine solche Einrichtung auf sich warten. Vielleicht wundert Sie das, war das Anliegen doch Inhalt einer der im Prozess „Agenda Mettmenstetten“ gebildeten Arbeitsgruppen. Sie nennt sich heute „Kinder-Tagesbetreuung“. Das zweite Anliegen dieser Gruppe, der Mittagstisch, existierte zwar schon vorher; es gelang aber inzwischen, die sehr beliebte Institution auf festere finanzielle Füsse zu stellen und auch die bisher ehrenamtlich arbeitenden Frauen in Administration und Buchhaltung bescheiden zu entlöhnen. Hauptverantwortlich für den Mittagstisch ist nach wie vor der Elternverein. Das ist ein grosser Erfolg, und wir freuen uns, dass die Schüler und Schülerinnen aus Primarschule und Oberstufe gerne und zahlreich ein oder mehrere Male pro Woche ins Sputnik zum Essen und zur Betreuung pilgern.

Noch fehlt indessen eine Ganztagesbetreuung – in Form eines Hortes für die Schulkinder, oder aber mit angegliederter Krippe für das Vorschulalter. Hier aber steht unsere Gruppe an! Und zwar aus dem einfachen Grund, dass wir bisher keine passenden Räumlichkeiten gefunden haben – in Schulnähe, mit Umschwung, darf niemanden stören, sicherer Weg und was da sonst noch für Bedingungen erfüllt werden müssen. Ideal wäre das Haus Schulhausstrasse 4 – dieses wird jedoch erst frei, wenn das neue Schulhaus steht. Im Moment klären wir die Eignung der alten Sennerei ab – der Standort wäre ideal!

Hinzu kommt, dass wir fünf Mitglieder der Arbeitsgruppe zwar koordinieren und unterstützen können, wir aber anderweitig so ausgelastet sind, dass wir dieser Aufgabe nicht selber an die Hand nehmen können. Wir suchen also dringend Leute, die an der Schaffung eines Hortes, einer Krippe persönlich interessiert sind und auch die nötige Begeisterung haben, um die Sache tatkräftig ins Rollen zu bringen. Sobald eine breitere Abstützung da ist, kann auch effizienter nach Räumen gesucht werden. Kreativität ist gefragt! Wir brauchen QuerdenkerInnen, die nicht mutlos im vornherein schon alles verwerfen, sondern auch neue, ungewohnte Formen und Varianten prüfen und mit Mut und Freude ihr Ziel verfolgen.

Helfen Sie uns! Melden Sie sich! Melden Sie sich auch dann, wenn Sie im Moment noch gar nicht sicher sind, ob Sie so etwas überhaupt wollen oder gar können. Vorerst geht’s darum, ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Sie:

Yvonne Bächler (Tel. 044 767 10 47, Mail: yvonne.baechler@gmx.ch)
Michael Muheim, Gemeinderat (Tel. 044 768 30 91, Mail: michael.muheim@hispeed.ch)

Ev Bänninger / Januar 2006



Verkehrskonzept Mettmenstetten
Tempo 30-Zonen in unseren Quartierstrassen - ja oder nein?
Mehr Sicherheit - weniger Lärm- und Abgasimmissionen - eine schlanke Lösung!


Dieser Artikel basiert auf das Verkehrskonzept, welches in 4 Berichten detailliert umschrieben ist. Eine Zusammenfassung dieser Detailberichte ist bei den Orientierungsanlässe verteilt worden. Sie kann nach wie vor bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden. Dort können auch die vier Berichte eingesehen werden. Die Weisung zur Abstimmungsvorlage ist allen Haushalten zugeschickt worden.


Verkehrskonzept Bericht 1 – Langsamfahrzonen in den Quartieren

Verehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. An der Gemeindeversammlung vom Montag, 12. Dezember 2005 werden Sie bestimmen, ob die in unserem Verkehrskonzept vorgeschlagenen Langsamfahrzonen auf unseren Gemeindestrassen umgesetzt werden sollen. Einverstanden, es bedurfte reichlich Zeit, bis dieser Entscheidungsprozess abstimmungsreif war. Die aufwändige Arbeit der Verkehrskommission und des Gemeinderates haben sich gelohnt. Der Informationsaustausch in verschiedenen, interessierten und engagierten Kreisen sowie die über den MÄTTMISTETTER mit der breiten Bevölkerung geführten Dialogen, bestärkten uns, dass wir in eine von vielen Bewohnern erwünschten Richtung arbeiteten. Die im April 2005 durchgeführte Ausstellung und Orientierung wurde für die Konzeptverabschiedung zur tragenden Kommunikationsplattform.

Die lange Planungsphase darf auch als „Zeitgewinn“ betrachtet werden. Denn mittlerweilen haben sich die Möglichkeiten zur Gestaltung von Tempo 30-Zonen verändert. Die Vorschriften wurden gelockert und das Angebot der Signalisationen erweitert. So sind wir unserem ursprünglichen Wunschbild, wegen Tempo 30 unser Dorf nicht einfach mit Verbotstafel und strassenbaulichen Verengungen zu bestücken, bedeutend näher gekommen. Anstatt den landläufig bekannten, streng ausgerichteten Verbotstafeln und dazu gehörenden Verbauungen können wir heute schlichte und dekorativ gestaltete Stelen verwenden. Im Oktober 2005 prämierte die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ein in seiner klaren und einladenden Aussage bestechendes Beispiel in der Gemeinde Zollikon (siehe Fotos). Ein ähnliches System wendet auch Wetzwil an, wobei wir jene Stelen mit Wappen und Beschriftung optisch als etwas überladen empfinden. In einer ersten Lesung hatten wir das Stelen-System wegen grösserer Preisdifferenzen zu dem System Poller ausser Betracht gezogen. Mittlerweilen sind wir zu verbindlichen Zahlen gelangt, die es ermöglichen, das in der Weisung zur Abstimmungsvorlage erwähnte Budget einzuhalten.

Bei Annahme der Vorlage erfolgt die Detailplanung auf Plänen 1:500, bauliche 1:100. Nach Begutachtung durch die Kantonspolizei folgt die öffentliche Ausschreibung mit Planauflage in der Gemeindeverwaltung (Einsprachemöglichkeit jedes Stimmbürgers). Danach folgt die Umsetzung im wünschbaren Zeithorizont 2006-07.


Erspach- / Fischbach-Quartier

Zahlreiche Vertreter des Gewerbes im Erspach meldeten frühzeitig ihre Bedenken an, wegen der angenommenen Behinderung des Lastwagenverkehrs. Am 31. Oktober führten wir, unser Verkehrsberater Herr P. Schneider und der Unterzeichnende, mit 17 Vertretern des Gewerbes und der Feuerwehr ein auf Verständnis ausgerichtetes Gespräch. Unser Planer erklärte die Machbarkeit auf Grund seiner in anderen Projekten gesammelten Erfahrungen. Zudem versprach er, dass er bei der Detailplanung alles daran setzen werde, praktikable Lösungen anzubieten und diese im weiteren Dialog mit dem Gewerbe umzusetzen. Die Lastwagenfahrer, die heute schon im Quartier kaum mehr als mit 30 km/h fahren, sollen nicht benachteiligt werden. Hingegen wollen wir zur Sicherheit der Fussgänger und Velofahrer die zunehmenden Exzesse mit Pws mässigen.


Im Grindel

Diese Strasse, die westlich der Bahngeleise zum neu entstanden Gewerbequartier führt, wurde aus verschiedenen Gründen nicht ins Tempo 30-Zonen – Konzept aufgenommen mit dem Ziel zwischen Anwohnern und dem Gewerbe eine gute, einvernehmliche Lösung zu finden. Vor kurzem reichten zahlreiche Anwohner ein Gesuch für Tempo 30-Zone ein, weil die Gefahren für die Querung der Strasse doch beträchtlich seien. Wegen der Kurzfristigkeit war es vor Redaktionsschluss nicht möglich, ein Resultat zu erarbeiten. Doch ist ein Gespräch mit den zuständigen Vertretern der Kantonspolizei vereinbart. In der Folge ist das Vorgehen im Konsens zwischen dem Gewerbe, den Anwohnern und dem Gemeinderat anzustreben.


Beruhigungsmassnahmen in den Aussenweilern

Bekannt ist, dass die Planung des Projektes Dachlissen erst auf den Zeitpunkt der Autobahneröffnung ausgerichtet werden kann, weil dann die Dachlisserstrasse von einer Kantons- zu einer Gemeindestrasse umgestaltet wird.

Hingegen haben wir am 31. Oktober versucht, bei einer Aussprache mit einer stattlichen Anzahl Bewohnern der Hauptikonerstrasse in Rossau, von Herferswil und vom Grossholz und Grüt auszuloten, welche zweckdienlichste Lösung anzustreben ist. Eine zum Teil hitzige Diskussion führte zum Schluss, dass vom Planer Vorschläge erwartet werden, die schnell befahrenen Stellen zu entschärfen, ohne Verbauungen vorzunehmen. Die Aufgabe ist, nicht zuletzt auf Grund gesetzlicher Bestimmungen, nicht einfach zu lösen. Die Verkehrskommission wird mit unserem Planer versuchen, eine bestmögliche Lösung zu erarbeiten und den Informationsaustausch mit der betroffenen Bevölkerung aufrecht erhalten.

Verkehrskonzept Bericht 2 – Verkehrssicherheit auf Staats- und Hauptstrassen und
Bericht 3 – Gestaltung des Rössliplatzes


Achtung! Diese Themen stehen bei der Abstimmung vom 12.12.05 nicht zur Debatte. Wohl werden sie in Kooperation mit dem kantonalen Tiefbauamt weiter bearbeitet.

Das Projekt Verkehrsberuhigung der Achse Ost – West / Albis- - Bahnhof-, Maschwanderstrasse ist in Bearbeitung und der Gemeinderat erwartet in Bälde den Vorschlag des Tiefbauamtes.

Die Weiterplanung der Achse Nord – Süd / Zürcher-, Rossauerstrasse wurde uns auf den Zeitpunkt der Eröffnung der N4 in Aussicht gestellt. Viele Bewohner haben ihr Unverständnis für diese Verzögerung gemeldet, umso mehr als der Kanton in Nachbargemeinden Wege fand, auf dieser stark befahrenen Strecke greifende Massnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen. Der Gemeinderat hat sich daher mit einem Gesuch an Frau Regierungsrätin Dorothée Fierz gewendet, um zu veranlassen, dass die Planung und die Arbeiten beschleunigt werden. Die Antwort ist bei Redaktionsschluss noch ausstehend.

Zu diesem Projekt gehört das Aufzeigen von Lösungsvarianten für die Problematik „Fussgängerunterführung“ beim Rennweg. Der Gemeinderat hat mittlerweilen die defekten Stellen ausbessern und die Schmierereien übermalen lassen. Elternverein, Schulbehörden und die über 400 Interpellanten für das Beibehalten der Fussgängerunterführung haben wir in dem Sinne vororientiert, dass Sie durch ihre Einflussnahme auf die Jugendlichen mithelfen mögen, die Unterführung rein zu halten und allfällige Beobachtungen von Untaten sofort der Kantonspolizei und der Gemeindeverwaltung zu melden. Das gilt natürlich für uns alle in Mettmenstetten. Nur durch sofortige Meldung bei der Kantonspolizei lassen sich die Beschädigungen ahnden.

Wir werden Sie über die Entwicklung der Verkehrsberuhigungspläne an den Kantonsstrassen auf dem Laufenden halten und zum gegebenen Zeitpunkt die Entscheidungsunterlagen bezüglich Unterführung und Gestaltung Rössliplatz mit dem Aufzeigen der Kostenfolgen unterbreiten. Ihre Mitbestimmung ist entscheidend.

Und noch ein Hinweis: An der Zürichstrasse werden durch die Kantonspolizei regelmässig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Ebenso regelmässig müssen zwischen 10-20 % der zu schnell Fahrende gebüsst werden. Der Gemeinderat hat in Zusammenarbeit mit dem TCS veranlasst, noch vor Jahresende Geschwindigkeitsmessungen an der Albisstrasse ohne Bussenfolgen durchzuführen. Wir werden die Auswertungsdaten über die Anzahl vorbeifahrender Fahrzeuge mit Geschwindigkeitsangaben erhalten, welche für die Weiterplanung von Bedeutung sein können.


Rückzug des Verkehrskonzept Bericht 4 / Öffentlicher Verkehr

In der Verkehrskommission haben wir das Thema öffentlicher Verkehr mit einigen kreativen Ideen ankurbeln wollen. Es galt dabei vor allem zu ergründen, ob in der Bevölkerung ein grösseres Bedürfnis erkennbar ist für eine Verdichtung des Postauto-Angebots. Im Bericht 4 sind diese Ideen dargelegt. Bei den Präsentationen im April konnten praktisch keine Rückmeldungen von gut oder schlecht ausgemacht werden und es zeichnete sich auch keinen Trend ab, wo genau für eine weitere Planung anzusetzen wäre.

Parallel dazu haben wir unsere Vorstellung einer ergänzenden Linienführung der Buslinie 223 Affoltern – Hausen via Mettmenstetten, sowie eine Verdichtung der Verbindung Maschwanden - Mettmenstetten bei der PostAuto Zürich angemeldet und im Kreise der RVK „Regionale Verkehrskonferenz Knonaueramt“ im Beisein von Vertretern der Nachbardörfer besprochen. Der abschlägige Bescheid ist mit prioritärem Abbau von unrentablen Postautolinien anstatt Neuaufbau von Linien mit ungesichertem Aufkommen begründet. Zudem wünschen die Busbenützer aus Rifferswil nicht, über Mettmenstetten nach Affoltern zu fahren, weil dadurch die oft benützte Haltestelle Nähe des Bezirksspitals wegfallen würde.

Anstatt jetzt den Bericht stillschweigend zu schubladisieren hat die Verkehrskommission beantragt, diesen offiziell zurück zu ziehen. Es soll bekannt sein, dass diesbezüglich von Seiten der Behörden b.a.w. nichts unternommen wird. Wenn dies als Fehlentscheid empfunden würde, so empfiehlt der Gemeinderat und die Verkehrskommission, dass sich die Interessenten und potentiellen Benutzer eines regelmässigen Dienstes gruppieren und in Eigeninitiative versuchen, mit fundierten Daten Vorschläge auszuarbeiten. Im Gespräch mit dem Gemeinderat könnte danach das weitere Vorgehen festgelegt werden. Wichtig zu wissen ist, dass es für die Umsetzung eines auf Gemeindestufe ausgereiften Projektes bei den übergeordneten Stellen zwei bis drei Jahre braucht, bis eine neue Postauto-Linie im Fahrplan des ZVVs „Zürcher Verkehrsverbund“ Berücksichtigung findet.

Für den Gemeinderat
René Landis, Tiefbau und Verkehr / November 2005



Frisches vom Bauernhof

Seit Anfang der Neunzigerjahre steht die Landwirtschaft in einem grossen Umbruch. Auch in Mettmenstetten müssen sich die Landwirte den neuen Herausforderungen anpassen. Es ist nicht immer leicht, die geeignete Betriebsform zu finden oder einem Nebenerwerb nachzugehen. Eine Form, die produzierten Lebensmittel zu verkaufen, ist der „Direktverkauf ab Hof“. Dieses Anliegen wurde auch im Prozess „Mättmi hüt – für morn“ thematisiert.

Einige Mättmistetter Landwirte verkaufen Produkte direkt ab Hof. Die Angebote sind vielfältig und es wäre wünschenswert, dass alle Mättmistetter vermehrt direkt bei unseren Bauern einkaufen und die einheimische Landwirtschaft auf diese Weise unterstützen. Auch der VOLG-Center verkauft seit einiger Zeit vermehrt Produkte aus unserer Gemeinde oder aus der Region. Denken Sie beim nächsten Einkauf an die einheimische Landwirtschaft und beziehen Sie ihre Lebensmittel beim nächsten Bauern.

Begleitgruppe Landwirtschaft:
Daniel Winter, Projektleiter
Ruedi Werder, ZPK
Jürg Müller, Landwirt
Flurin Farrer, Förster
Ferdi Geissbühler, Flurgenossenschaft
Christine Gerber-Kündig, Naturschutzgruppe
Rico Perl, Jagdgesellschaft
Erich Jäggin, Landwirtschaft
Ernst Forster, Naturschutzgruppe
Felix Meier, Ackerbaustellenleiter
Bruno Sidler, Gemeinderat Landwirtschaftsvorstand / Sept. 05


Vernetzungsprojekt für die Gemeinde Mettmenstetten

Seit 1993 bildet der ökologische Ausgleich ein zentrales Element der multifunktionalen Landwirtschaft. Die Landwirte leisten dabei mit der Anlage von ökologischen Ausgleichsflächen wie extensiv genutzte Wiesen, Weiden, Buntbrachen, Obstbäumen, Hecken usw. einen wichtigen Beitrag zur Erhalt und Förderung der Natur- und Landschaftwerte auch auf dem Gemeindegebiet von Mettmenstetten.

Mit der 2001 vom Bund festgesetzten Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) werden zusätzliche Anreize zur gezielten Förderung der biologischen Qualität und der Vernetzung von ökologischen Ausgleichflächen und naturnahen Lebenräumen in unserer Landschaft geschaffen.

Die Ausrichtung von Vernetzungsbeiträgen erfolgt aufgrund eines Vernetzungsprojekts. Mit dem Vernetzungsprojekt werden folgende Ziele verfolgt:

• Ökologische Ausgleichsflächen sollen so platziert, aufgewertet und ergänzt werden, dass Tier- und Pflanzenarten der Region geeigneten Raum zur Nahrungsuche, zur Deckung und zur Fortpflanzung finden. Weiter sollen sie die Ausbreitung und den genetischen Austausch der Tier- und Pflanzenwelt unterstützen.

Zu diesem Zweck werden im Vernetzungsprojekt vorrangige Erhaltens- und Fördergebiete für die verschieden Ökoflächen-Typen bezeichnet, zum Beispiel entlang von Bächen, Waldrändern, im Umfeld von Naturschutzobjekten und bereits bestehenden ökologischen Ausgleichsflächen sowie an sonnigen Hang- und Kuppenlagen mit geringerem Ertragsvermögen.

Entscheidet sich ein Landwirt, seine Ökoflächen innerhalb der bezeichneten Erhaltens- und Fördergebiete anzulegen, hat er Anspruch auf den Vernetzungsbeitrag. Er verpflichtet sich, die Ökofläche für mindestens 6 Jahre am gewählten Ort zu belassen und sachgemäss zu bewirtschaften. Nach 6 Jahren kann er wieder neu und frei entscheiden, ob er diese Flächen am bestehenden Ort belassen, verlegen oder aufheben möchte.

Im Knonaueramt haben in den letzten 4 Jahren ein Grossteil der Gemeinden bereits ein Vernetzungsprojekt erstellt. Die Gemeinde Mettmenstetten möchte diesem Beispiel folgen und für das eigene Gemeindegebiet ebenfalls ein Vernetzungsprojekt erstellen. Zuständig für die Erstellung des Vernetzungsprojekts ist die Gruppe Landwirtschaft von „Mättmi hüt für morn“. In dieser Gruppe wirken VertreterInnen der Gemeinde, Landwirtschaft, der Förster, des Naturschutzes und der Jagd mit. Damit ist gewährleistet, dass verschiedene Sichtweisen, Bedürfnisse und Anliegen von Anfang an einfliessen und diskutiert werden. Ein Vertreter der Planungsgruppe Knonaueramt sorgt zudem dafür, dass die Inhalte des Vernetzungsprojekts mit denjenigen der Nachbargemeinden koordiniert werden. Die Projektarbeit wurde Mitte August gestartet und soll bis Frühjahr 2006 abgeschlossen werden.


Meilenstene des Projektes
Projektstart Mitte August 05
Grundlagenerarbeitung, Ideenplan zusammenstellen bis Ende Oktober 05
Bewirtschaftergespräche im Feld 16. November 05
Erarbeitung Entwurf bis Ende Dezember 05
Bewirtschafterorientierung, -diskussion 16. Januar 06
Planauflage 17.1.-27.1.06
Bereinigung Entwurf bis Ende Februar 06
Projektgenehmigung durch Gemeinderat Mitte März 05

Daniel Winter, Projektleiter / September 2005


ich biete, ich suche

„Kennen Sie die Info DräSchiibe?“
Diese Frage wurde am 4. Juni 2005 ab zehn Uhr morgens vor dem Volg Mettmenstetten allen vorbei gehenden Passanten gestellt. Manche kannten das Projekt und andere wussten überhaupt nichts davon. Das ist bestimmt ein Grund, weshalb sich die im letzten November gegründete "Info DräSchiibe" erst langsam dreht.
Der Vorstand des Trägervereins beschloss deshalb die Bevölkerung an einem Samstag beim Volg Mettmenstetten über die gute Idee zu informieren. Ein viereckiges Sommerzelt war an diesem total verregneten Tag sehr hilfreich. Es galt ja alle bereitgestellten Unterlagen, vor der Nässe zu schützen. Für Durst und Appetit gab's Mineralwasser, Most und Salzgebäck. Die kleinen Besucher erwartete eine einfache und lustige Bastelarbeit. Ein informativer Flyer der die Schwerpunkte der "Info DräSchiibe" mit guten Beispielen erläutert wurde den im Regen vorbei hastenden Volg-Kunden abgegeben.
„Suchen Sie Hilfe für ihre Gartenarbeit, den Haushalt oder für das Einkaufen?“ Auf diesen Grundgedanken reagierten besonders die älteren Passanten. Die Sommerferien stehen noch bevor. Vielleicht suchen Frau Müller und Herr Meier eine zuverlässige Person, die ihr Haus beaufsichtigt und den Garten hegt. Stapeln sich die Büroarbeiten auf dem Schreibtisch? Eventuell würde eine nette Hausfrau ihre Büroarbeiten übernehmen. Mit solchen Beispielen erklärten die Standbetreuerinnen und Betreuer den interessierten Standbesuchern die Funktion der "Info DräSchiibe".
Damit sich die "Info DräSchiibe" gleichmässig dreht, sind Leute gesucht die ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten haben oder einen Bedarf anmelden möchten. Gewiss ist es der schwierigere Teil einen persönlichen Bedarf anzumelden. Wie erwähnt ist eine Reihe möglicher Hilfeleistungen im Informations-Flyer aufgeführt.
„Ich möchte mit irgendeiner Arbeit mein Sackgeld aufbessern. Kann man das bei der "Info DräSchiibe" anmelden?“ fragt ein Teenager. Genau für so etwas gibt es diese neue Informationsmöglichkeit. Ein Vater erkundigte sich, ob seine Tochter ihre Babysitterdienstleistung über die "Info Dräschiibe" anbieten könnte. Grundsätzlich ja; aber eigentlich regle der Elternverein den Babysitterdienst wird ihm erklärt. Die Liste möglicher Dienste lässt sich beliebig verlängern, von Nachbarschaftshilfe, Mitfahrgelegenheiten, Reparaturen, Dienstleistungen in Haus und Garten und so weiter und so fort. Es braucht nur Mut, sich seiner eigenen Kapazitäten bewusst zu werden und sie anderen anzubieten.
Noch ein Anliegen in eigener Sache.
Für die Betreuung der Infozentrale im Gemeindehaus suchen wir für Dienstagmorgen, von 09.00 bis 11.00 Uhr, ein bis zweimal pro Monat, Helferinnen oder Helfer. Bitte melden sie sich für diese spannende Aufbauarbeit einer neuen Dienstleistung im Dorf.

Haben wir ihr Interesse geweckt? Mehr Informationen erhalten sie bei der "Info DräSchiibe", Telefon: 043 466 87 11. Unter dieser Telefonnummer erreichen sie uns, am Dienstag 09.00 - 11.00 Uhr und am Donnerstag 17.00 - 19.00 Uhr. Besuchen sie uns! Sie finden uns einfach, "im Herzen" vom Mettmenstetten, an der Zürichstrasse 4, 8932 Mettmenstetten.
Oder surfen sie im Internet und gehen zu www.draeschiibe.ch und schreiben uns ein Mail, info@draeschiibe.ch.

Der Vorstand freut sich auf ihre Kontaktnahme.
Gisela Bagnoli / Juli 05


Agenda Mättmi Standortbestimmung

Der Gemeinderat will den Prozess „Mättmi hüt – für morn“ fortführen und neue Themen aufnehmen, neue Schwerpunkte setzen.


Am 10. März 2005 führte der Gemeinderat seine diesjährige Klausurtagung durch. Er nutzte die Gelegenheit, auch zum Projekt „Agenda Mättmi“ Bilanz zu ziehen, und stellte mit Freude fest, dass das aus dem Prozess „Mättmi hüt – für morn“ resultierende, Ende 2004 verabschiedete Programm auf gutem Weg ist. Praktisch bei allen Projekten ist etwas oder sogar vieles in Bewegung: einzelne Projekte sind bereits abgeschlossen (Leitbild zur Information und Kommunikation der Behörden; Merkblätter zur naturnahen Gartengestaltung, umweltfreundlichen Heizung, ökologisch bauen und gesund wohnen; „Info DräSchiibe Mättmistette“), andere sind auf gutem Weg (Verkehrskonzept; Natur, Erholung, Landwirtschaft) oder weisen eine umfassende Klärung der Ausgangslage vor (Dorfkern; Entsorgungskonzept). Sehr erfreulich auch, dass die aufgestellten Budgetvorgaben bis heute eingehalten werden konnten. Der Gemeinderat will den Prozess „Mättmi hüt – für morn“, welcher für ihn während der ganzen Amtsperiode eine zentrale Rolle spielte, fortführen und neue Themen aufnehmen, neue Schwerpunkte setzen. Um wieder einmal eine Gesamtübersicht zu gewinnen, finden Sie in dieser Ausgabe weiterführende Beiträge zu den laufenden Projekten. Vieles konnte nur dank grossem freiwilligem Einsatz seitens der Arbeitsgruppen, der LA21 und der Gemeinderäte, erreicht werden. Ein herzliches Dankeschön an die Adresse aller Engagierten.

Kerstin Moeller
Gemeinderätin / Mai 05



Die Projektgruppe Landwirtschaft, Natur und Erholung

Die Projektgruppe Landwirtschaft, Natur und Erholung, welche aus dem Prozess "Mättmi hüt für morn" entstanden ist, besteht aus Vertretern der Landwirtschaft, der Naturschutzgruppe, einem Jäger, dem Förster, einer Hundehalterin und dem Präsidenten der Reitervereinigung. Die Gruppe hat zum Ziel, das gegenseitige Verständnis zu fördern und gemeinsam Projekte zu realisieren.


Gemeindespaziergang

Als grösstes Projekt steht zur Zeit die Durchführung des Gemeindespaziergangs auf dem Programm. Dieser Anlass, welcher am Samstag 3. September 2005 stattfindet, soll uns den Gemeindeteil Homberg, Herferswil, Buchstock näher bringen. Wir werden über folgende Themen etwas erfahren: 1. Historische Steinreihen auf dem Homberg, 2. Kleiner historischer Überblick über Herferswil und die Region Jonental, 3. Verkehrsunfall mit Wild, 4. Korrektes Fällen eines Baumes. Anschliessend können wir bei Speis und Trank über die Erlebnisse bei der Waldhütte fachsimpeln.


Verkauf von Mättmistetter Lebensmitteln im Dorf

Dieses Anliegen, Lebensmittel aus der Region im Dorf einzukaufen, ist ein Wunsch , welcher von einer breiten Bevölkerungsschicht erwünscht ist. Der Volg-Center, ein Laden der Landi Albis, verkauft jetzt schon Produkte aus der Region. Nach sehr konstruktiven Gesprächen mit der Geschäftsleitung sind wir überzeugt, dass das Angebot in Zukunft erweitert werden kann. Wir möchten interessierten Landwirten die Möglichkeit bieten, über die Landi Albis einen Teil ihrer Produkte direkt im Dorf zu verkaufen.


Vernetzungsprojekt

Nach dem Scheitern des LEK (Landschaftsentwicklungskonzept), welches bei der Vorstellung vor den Landwirten auf grosse Ablehnung stiess, war der Gemeinderat nicht bereit, die Initiative für einen neuen Anlauf zu ergreifen. Solche Projekte müssen von der Basis, den Landwirten, gewünscht werden.

Anfang Jahr forderten einige Landwirte nun, der Gemeinderat solle ein Vernetzungsprojekt für Mettmenstetten ausarbeiten. Diese Forderung, welche auch ein Thema im Prozess "Mättmi hüt - für morn" war, wurde an die Projektgruppe weitergeleitet. In Absprache mit dem Gemeinderat soll nun Ende Juni ein Informationsabend mit interessierten Landwirten stattfinden. Wir werden darauf achten, dass ausgewogen informiert wird, wie so eine Vernetzung aussehen könnte und was für Anforderungen an die Landwirte gestellt werden. Einige Gemeinden haben solche Vernetzungen gemeindeweise (Kappel, Affoltern), oder teilweise (Obfelden, Knonau) realisiert. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und interessierte Diskussionen.

Bruno Sidler
Landwirtschaftsvorstand / Mai 05



Das Leitbild über Information und Kommunikation von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung steht.

Aus der Befragung durch die Projektleiterinnen „Mättmi hüt – für morn“ im Herbst 2002 geht hervor: „Die Gemeindebehörde und -verwaltung wird mehrheitlich positiv beurteilt. Es wird jedoch eine neue Informationspolitik mit mehr Transparenz und stärkerem Einbezug der Bevölkerung gewünscht.“ Im Rahmen der Agenda Mättmi nahm sich der Gemeinderat in der Folge der Aufgabe an und erarbeitete das nun vorliegende Leitbild über die Information und Kommunikation von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Um das Rad nicht neu erfinden zu müssen, stützten wir uns auf Beispiele von anderen Verwaltungen und Firmen.
In den drei Sitzungen ausgiebig diskutiert wurden Fragen wie: Wann ist rechtzeitig, wann ist zu früh, wie umfassend sollen, müssen die Informationen sein? Ab welcher Phase eines Geschäftes beziehen wir Sie als Einwohnerinnen und Einwohner mit ein? Wann treten wir bewusst in den Dialog mit der Bevölkerung, z.B. durch eine öffentliche Orientierungsveranstaltung, oder indem wir direkte Ansprechpartner zu einer Vorbesprechung mit dem Gemeinderat einladen? Und wann aus guten Gründen nicht.
Immer wieder kamen wir zu dem Schluss, dass es kein Rezept dafür gibt, sondern dass diese Fragen in jeder Situation wieder neu gestellt und beurteilt werden müssen. Diese Diskussionen waren wichtig und werden uns auch in Zukunft immer wieder helfen, unsere Sinne zu schärfen, der Wichtigkeit der Kommunikation bewusst zu sein und den richtigen Zeitpunkt dafür zu erkennen.
Die Zusammenstellung der verschiedenen Gefässe im zweiten Teil hat uns erst mal die Augen geöffnet, wie viele Informations- und Kommunikationskanäle bereits existieren, und uns zu dem Schluss geführt, dass es im Moment keine Zusätzlichen braucht. Weiter hat uns die Unterscheidung nach Phasen der Geschäfte (Problemstellung, Diskussion, Entscheid, Information) aufgezeigt, welche Gefässe für die Kommunikation - also den Dialog mit der Bevölkerung - (vermehrt?) genutzt werden sollen. Wir sind überzeugt, dass u.a. das Projekt „Mättmi hüt –für morn“ und die fortlaufende Berichterstattung über die Agenda Mättmi in die gewünschte Richtung weisen.

Gleichzeitig mit dieser Ausgabe finden Sie das neue Leitbild auch auf unserer Homepage unter www.mettmenstetten.ch. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen.

Kerstin Moeller
Gemeinderätin / Juni 04



Agenda Mättmi

Ein kurzer Zwischenstand der Arbeiten zeigt, dass wir die Agenda Mättmi ernst nehmen und dran bleiben.

Leitbild zur Information und Kommunikation der Behörden
Der GR beabsichtigt, den Einwohnerinnen und Einwohnern seine Grundsätze zur Information und Kommunikation in der Juni-Ausgabe des Mättmistetters vorzustellen.

Verkehrskommission
Die Verkehrskommission steckt mitten in der Arbeit und trifft sich am 19. April zur zweiten Sitzung mit dem Verkehrsplaner Peter H. Schneider. Neben anderen Vorbereitungsarbeiten sollen bis dann, an gefährdeten Stellen, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden, welche die von der Kapo bereits verfügbaren Daten ergänzen.

Dorfzentrum
Um die Meinungen und Bedürfnisse unserer Dorfbevölkerung genauer kennen zu lernen, hat der GR beschlossen, eine umfassende Befragung durchzuführen. Am 18. März erarbeitete das Projektteam die Grundlagen zu den Zielen und Themen dieser Befragung. Die Gestaltung des Fragebogens soll professionell unterstützt werden.

Weitere Gruppen haben mit ihrer Arbeit ebenfalls begonnen. Wir werden laufend darüber berichten.

Anfang März erkundigte sich das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) über den Stand unseres Projektes „Mättmi hüt – für morn“. Das ARE hatte sich 2003 mit einem Betrag von Fr. 10'000.- an unserem Projekt beteiligt, da es die Projektidee sowie unser Vorgehen bei der nachhaltigen Entwicklung unseres Dorfes als vorbildlich einstufte. Der Schlussbericht wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen.

Kerstin Moeller
April 04


Agenda Mättmi

Die Agenda Mättmi wurde Ende Oktober verabschiedet und bis Ende Dezember konnten sich auf den Aufruf im Mir Mättmistetter hin Interessierte zur Mitarbeit an den einzelnen Projekten anmelden. Damit Sie auf dem Laufenden sind, wollen wir in nächster Zeit in jedem Mättmistetter über den Stand der Aktivitäten berichten. Bis zum Redaktionsschluss haben folgende Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter ihre aktive Teilnahme an den Projekten zugesagt:

Ganztagesbetreuung von Kindern ausbauen und Mittagstisch weiter entwickeln durch Unterstützung der Trägerschaft: Yvonne Bächer, Ev Bänninger, Guido Tuor, GR Michael Muheim

Begegnung von Jung und Alt intensivieren, Orte der Begegnung fördern und vernetzen, Aufbau einer Dorfzentrale: Jean-Pierre Feuz, Manuel Lippuner, Jocelyne Piatti, Peter Wild, GR Michael Muheim

Gesundheit: Vorsorge, Versorgung, Nachsorge optimieren: Christian Gut, GR Kerstin Moeller

Gesamtverkehrskonzept für das ganze Gemeindegebiet: Kurt Heiniger, Hans Huber, Fredi Räber, Ueli von Matt, GR Kerstin Moeller, B. Sidler, R. Landis, Vorsitz. Aktuelle Informationen zur Verkehrskommission finden Sie im Betrag von René Landis.

Natur, Erholung, Landschaft (2 Projekte): Christian Gerber, Hans Kummer, Beat Stübi, Fredi Keller, Fredi Müller, GR Bruno Sidler

Entsorgungskonzept: Monika Sennhauser, Peter Wild, Thomas Boll, GR Kerstin Moeller

Dorfzentrum: Ev Bänninger, Heinz Maag, GP Hans Hefti mit Gemeinderäten

Die Gruppen sind zur Zeit daran, sich zu konstituieren und je nach Terminplan ihre Aktivitäten aufzunehmen, oder stecken - wie die Verkehrskommission - bereits mitten in der Arbeit.

Der Gemeinderat befasst sich zur Zeit mit der Erarbeitung des Leitbildes zur Information und Kommunikation der Behörden. Zum Thema „Gemeinde übernimmt Vorbildfunktion in Sachen erneuerbare Energien“ haben GR Alex Birchler und LA21-Mitglied Ueli von Matt die bestehenden Merkblätter besprochen; diese befinden sich zur Zeit in Überarbeitung.

Kerstin Moeller
im Februar 2004



Die Agenda Mättmi steht – die Arbeit kann beginnen!

Was ist seit dem ersten Konsensmeeting vom 7. Juli geschehen?

Am Samstagmorgen, 6. September war die Bevölkerung von Mettmenstetten zur Informationsveranstaltung im Rössli eingeladen, um den Entwurf der Agenda Mättmi kennen zu lernen. Rund 80 Personen interessierten sich für den Stand der Arbeiten - unter ihnen viele neue Gesichter, die zum ersten Mal an einer Veranstaltung des „Mättmi hüt – für morn“ teilnahmen. Die Anwesenden hatten Gelegenheit, Ihre Meinung, Änderungsvorschläge und Kommentare einzubringen. Damit war die anschliessende Vernehmlassung der Agenda eingeläutet: Bis am 4. Oktober konnten alle BewohnerInnen zur Agenda Mättmi Stellung nehmen. Sämtliche Rückmeldungen wurden im zweiten Konsensmeeting vom 27. Oktober aufgenommen, bewertet und je nach dem in die Agenda aufgenommen.

Verabschiedung der Agenda Mättmi anlässlich des zweiten Konsensmeetings

Am 27. Oktober fand die letzte Veranstaltung im Projekt Mättmi hüt – für morn statt. Alle Delegierten und der Gemeinderat kamen im Giebel zusammen und gingen nochmals sämtliche Aktivitäten der Agenda Mättmi gemeinsam durch. Die wenigen aus der Vernehmlassung eingebrachten Wünsche und Kommentare wurden besprochen und bei Akzeptanz in die Agenda aufgenommen. Nach drei Stunden lag die definitive Agenda Mättmi vor. Sie kann auf www.mettmenstetten.ch eingesehen und auf der Gemeindeverwaltung bezogen werden.

An dieser Stelle sei allen, die aktiv oder im Hintergrund zum Gelingen dieses Projektes und zu dem bemerkenswerten Gesamtergebnis beigetragen haben, ganz herzlich gedankt. Nur Dank dem Engagement aller war es möglich, dieses Etappenziel zu erreichen und bis dahin einen interessanten, spannenden und lehrreichen Weg gemeinsam zu gehen.

Wie geht es weiter?

Dem Gemeinderat ist es ein grosses Anliegen, den Schwung und das Engagement in den einzelnen Aktivitäten aufrecht zu erhalten und weiter zu führen. Auch versteht er sich selbst als Auftraggeber und Garant. Für jede Aktivität hat sich daher ein Gemeinderat verantwortlich erklärt, der sich um die Fortsetzung der Arbeiten kümmert und auch die Sache im Rat vertritt. Bis Ende Jahr konstituieren sich die meisten Projektgruppen. Danach starten die Gruppen mit ihren Aufgaben. Der erste Schritt umfasst die Formulierung des Projektauftrages auf der Basis der Agenda Mättmi. Dieser wird vom Gemeinderat verabschiedet. Dann beginnt die eigentliche Arbeit.

InteressentInnen melden sich bis spätestens Ende Dezember beim zuständigen Gemeinderat (siehe nachfolgende Liste) oder auf der Gemeindeverwaltung. Angestrebt werden sinnvolle Gruppengrössen mit genügend Ausgewogenheit in der Zusammensetzung.

Übersicht über die Agenda Mättmi und die zuständigen Gemeinderäte

Michael Muheim
A1 / Ganztagesbetreuung von Kindern ausbauen
A2 / Mittagstisch weiter entwickeln durch Unterstützung der Trägerschaft
B1-B3 / Begegnung von Jung und Alt intensivieren, Orte der Begegnung fördern
und vernetzen, Aufbau einer Dorfzentrale

Kerstin Moeller
A3 / Gesundheit: Vorsorge, Versorgung, Nachsorge optimieren
G1 / Entsorgung zentral / dezentral ausbauen, mit dem Effekt eines sauberen Dorfes

Hans Hefti
B4 / Leitbild zur Information und Kommunikation der Behörden verfassen 1)
C1 / Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fördern 1)

Dorfkern:
H1-H5 Diverse Begegnungs- & Einkaufsmöglichkeiten im Dorfkern erhalten und schaffen Gesamtgestaltung des Dorfplatzes und der angrenzenden
Gemeindeliegenschaften realisieren Gewerbebetriebe in der Gemeindeliegenschaft Albisstrasse 12-16 erhalten: Neubau der GL Albisstrasse 12-16
mit der Auflage "Gewerbe im Erdgeschoss" innerhalb von 5 Jahren (laufende
Mietverträge bis 2007) Öffentliche Infrastruktur im ganzen Gemeindegebiet optimieren
Auch Gemeindeland /-liegenschaften sollen für die Optimierung der öffentlichen Infrastruktur eingesetzt werden

Alex Birchler
D1 / Massvolles Wachstum im Dorf anstreben 1)
G2 / Gemeinde übernimmt Vorbildfunktion in Sachen erneuerbare Energien 1)

Manfred Suter
D2+D3 / Durchmischtes Wohnen im Dorf/Weiler umsetzen. Auch Gemeindeland(-liegenschaften sollen für durchmischtes Wohnen eingesetzt werden 1)
D4 / Langfristige Planung öffentlicher Bauten innerhalb der drei Gemeindegüter koordinieren 1)

René Landis
E1 / Gesamtverkehrskonzept für das ganze Gemeindegebiet, inkl. Dorfkern, ausarbeiten 2)

Bruno Sidler
F1+F2 / Landwirtschaft, Erholung und Natur unter einen Hut bringen
Gemeinsames Erhalten und Vernetzen von Natur und Landschaft zusammen mit Landwirten
F3 / Verständnis für Nahrungsproduktion und Natur bei SchülerInnen und Erwachsenen fördern durch Besuche auf dem Bauernhof:
F3.1 / Gemeinsame Vermarktungsstrategie für die Produkte der Mättmistetter Landwirte entwickeln
F3.2 / Besuche auf dem Bauernhof
  1. Aktivität im Rahmen der laufenden GR-Tätigkeiten, keine Kommission nötig
  2. Verkehrskommission ist bereits konstituiert


Für den Gemeinderat
Kerstin Moeller




1. Konsenssitzung vom 7. Juli
Die Projekte der Agenda "Mättmi hüt - für morn" nehmen Gestalt an !


Was treibt 14 Frauen und Männer und den ganzen Gemeinderat in den Pfarrhauskeller, statt den herrlich lauen Sommerabend im Garten zu geniessen?
Die Delegierten der Arbeitsgruppen und der Gemeinderat hatten sich zusammen mit den Projektleiterinnen Karin Marti und Christine Meier vorgenommen, an diesem Abend einen weiteren wichtigen Schritt zur nachhaltigen Entwicklung von Mettmenstetten zu tun.

Bis es zu dieser 1. Konsenssitzung kommen konnte, haben viele engagierte Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter umfangreiche und intensive Vorarbeit geleistet. Die verschiedenen Schritte sollen hier nochmals in Erinnerung gerufen werden. Vom Dezember 2002 bis im Januar dieses Jahres befragten die Projektleiterinnen Leute aus allen Bevölkerungsschichten und Institutionen über ihre Anliegen und Ideen für die nachhaltige Entwicklung von Mettmenstetten. Im März wurden die eingegangenen Vorschläge in einer eindrücklichen Ausstellung im Gemeindehaus der Bevölkerung vorgestellt. Diese Projekte waren auch die Grundlage für die Ideenwerkstatt vom 15. März im Rösslisaal. Über 80 Frauen und Männer nahmen an diesem ersten Anlass teil, mit dem Ziel, die vielen vorgeschlagenen Projekte zu konkretisieren. Bei der 1. Forumsveranstaltung im Mai machten sich dann mehr als 40 Personen daran, für alle Themen konsensfähige Formulierungen zu finden. Im Juni war die 2. Forumsveranstaltung angesagt. Wieder trafen sich über 40 aktive Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter, um die Formulierungen der Ziele der einzelnen Projekte mit Konsens- oder Stimmenmehrheit zu verabschieden. In sieben Arbeitsgruppen, die die schliesslich festgelegten 23 Ziele abdecken, wurden auch Massnahmen und Vorgehensschritte für die einzelnen Themen festgehalten.
Die übergeordneten Themen der Arbeitsgruppen sind:
  • Gesellschaft und Kommunikation (2 Gruppen)
  • Wirtschaft, Gewerbe, Infrastruktur, Siedlungsentwicklung
  • Dorfkern
  • Verkehr
  • Natur, Erholung, Landwirtschaft
  • Umwelt, Ver- und Entsorgung
Zum Schluss der 2. Forumsveranstaltung wählte jede Arbeitsgruppe 2 Delegierte für den nächsten Schritt, die 1. Konsenssitzung.

Ziel dieser 1. Konsenssitzung vom 7. Juli war es, die Massnahmen und das Vorgehen zu den definierten Projekten festzulegen. Diese Formulierungen werden in den Entwurf der Agenda "Mättmi hüt - für morn" aufgenommen. Mit intensiven Diskussionen in Gruppen und im Plenum wurde um konsens- oder mindestens mehrheitsfähige Texte gerungen. Mit einer Stunde "Überzeit" gelang es, mit Ausnahme von drei Themen, für alle Projekte Massnahmen und Vorgehen festzulegen. Der Gemeinderat erhielt den Auftrag, für diese drei Projekte konsensfähige Formulierungen zu erarbeiten, als Vorschläge für die Agenda. Die Diskussionen und die Definition des Vorgehens zeigten auch hier, wie stark die einzelnen Themen zusammenhängen. Es wird Aufgabe der formulierten Agenda sein, die Koordination der verschiedenen Projekte sicherzustellen. Aus den vielen praktischen Vorschlägen für die Realisierung der verschiedenen Vorhaben war der feste Wille zu spüren, die Projekte auch tatkräftig anzupacken. Die Projektleiterinnen und der Gemeinderat gehen nun daran, einen Entwurf für die Agenda "Mättmi hüt - für morn" zusammenzustellen. Dieses anspruchsvolle Arbeitsprogramm wird sich vorerst auf die nächsten zwei "Aufbruchjahre" konzentrieren.

Am Samstag, 6. September werden alle Projekte mit Massnahmen und Vorgehensschritten der ganzen Bevölkerung vorgestellt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dabei Gelegenheit mit den Mitgliedern der Projektgruppen und dem Gemeinderat die Themen nochmals zu diskutieren und dazu eigene Ideen und Wünsche einzubringen. Alle Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter sind deshalb aufgerufen, an dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung über die nachhaltige Entwicklung ihrer Gemeinde aktiv teilzunehmen (Samstag 6. September, 09.00-12.30 Uhr, im Rösslisaal).

Gemeinderat und LA 21 JPF



2. Forumsveranstaltung vom 14. Juni, Ein weiterer Schritt vorwärts

40 Mettmenstetter haben sich am Samstag bei hochsommerlichen Temperaturen wieder im Rösslisaal eingefunden. Schwerpunkt dieser Veranstaltung war, zu den Zielsetzungen die entsprechenden Massnahmen zu definieren.

An der letzten Veranstaltung waren die Teilnehmer sehr konsterniert, als über die Hälfte der Themen aus dem Prozess kippten, weil kein Konsens gefunden werden konnte. Unverständlich, dass zum Beispiel der Mittagstisch, der über die Jahre in der Gemeinde schon bestens funktioniert und sich grosser Beliebtheit erfreut, sang und klanglos verschwinden sollte. Der Grund dafür lag nicht beim Thema an und für sich, sondern nicht alle Teilnehmer waren mit der Formulierung einverstanden. Vorgängig zur zweiten Forumsveranstaltung hatte daher der Gemeinderat nochmals alle Ziele überarbeitet und zum Teil auch neu formuliert. Zusammen mit der Projektleitung wurde neu die Regel aufgenommen, in Zukunft zwei Arten von Zielen und später auch Massnahmen zu unterscheiden: Konsensziele und Mehrheitsziele respektive Massnahmen. Wenn kein Konsens erzielt wird, bleiben sie im Prozess, wenn 3/4 der Anwesenden dafür stimmen.

Gemeinsam mit Frau Marti präsentierte Hans Hefti, Gemeindepräsident, die neu formulierten Zielsetzungen. Alle 24 Themen wurden vom Plenum wieder in den Prozess aufgenommen. Zwei Forderungen waren bereits definitiv „rausgeflogen“, da sie schon von der Gegenwart eingeholt worden sind. Turnhalle für Schule und Bedürfnisse der Dorfbevölkerung. An der Gemeindeversammlung vom 11. Juni ist dafür ein Projektierungskredit bewilligt worden. Bau oder Kauf eines Mehrzweckgebäudes für Feuerwehr und Werkdienst: Dieses Thema wird im Gemeinderat bearbeitet. Die Vorbildfunktion der Gemeinde in Sachen erneuerbare Energien wird ebenfalls schon in die Tat umgesetzt, bewilligte doch die Gemeindeversammlung eine Holzschnitzelheizung für die Schulhausanlage.

Die Jugend ist aktiv

Sprungbrett in der Badi, Kafi im Sputnik, immer gleiche Eintrittspreise im Join-in, Skatepark, Kebab-Stand beim Avec, Glacestand, Bus ins Paradiesli, weil einem bis man dort ist die Puste wegbleibt, usw. Dies ein Ausschnitt aus der Präsentation der 2. Sekundarklasse Bb, von Lehrer Peter Siklossy, die freiwillig an einem halben Tag mit Thomas Stalder, ihre Wünsche und Bedürfnisse formulierten. Thomas Stalder studiert Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung an der Hochschule für soziale Arbeit in Luzern. Toll das Engagement und die kreativen Ideen.

Welche Massnahmen braucht es um die anvisierten Ziele zu erreichen? Dies war die Aufgabe der Gruppen von 10 30 bis 13 30 Uhr. Spannend war es zu beobachten, wie die einzelnen Themenkreise zusammenwachsen. Diesmal hatten die Gruppen auch die Möglichkeit, mit anderen Gruppen das Gespräch aufzunehmen, um Massnahmen zu diskutieren, die themenübergreifend behandelt werden müssen. Die Gruppe Dorfzentrum kommt bei der Diskussion auf die Verkehrsproblematik zu sprechen und sucht darum das Gespräch mit der Gruppe Verkehr. Natur, Erholung und Landwirtschaft tangiert die Gruppe Gesellschaft und Kommunikation. Umwelt, Ver- und Entsorgung, auch dies ein Thema, das Einfluss haben wird auf den Verkehr. Die Erkenntnis, dass in Zukunft Koordinationsgespräche sehr vorteilhaft sein können, findet man auf mehreren Plakaten. Frei nach dem Motto: „mönd halt redä mitänand.“ Trotz schweisstreibender Temperatur, wurde sehr konstruktiv gearbeitet. Die Resultate der Gruppenarbeit können sich sehen lassen!


Wie weiter?

Die nächste Etappe dürfte nicht einfach sein. Geht es doch darum, die Spreu vom Weizen zu trennen. Pro Gruppe wurden zwei Delegierte bestimmt. Diese werden zusammen mit dem Gemeinderat am 7. Juli an einer ersten Konsenssitzung die Massnahmen behandeln und einen Agendaentwurf formulieren. Das Ergebnis wird der Bevölkerung an der Informationsveranstaltung vom 6. September präsentiert. EF/23.06.03




Das Ringen um Konsens – 1. Runde

Wie schwierig es ist, die Wünsche und Vorschläge an die Entwicklungsziele der eigenen Gemeinde nicht nur vorzuschlagen, sondern sukzessive auch zu konkretisieren, erfuhren die gut 40 Personen, die sich am Samstagvormittag, 10. Mai, im Rösslisaal zur ersten Forumsveranstaltung im Rahmen der "Agenda Mettmenstetten" zusammenfanden. Seit der Ideenwerkstatt im März war einiges an Arbeit geleistet worden: Die Leiterinnen des Projektes hatten schriftliche Auswertungen und neue Unterlagen erarbeitet, die zuständigen GemeinderätInnen motivierten (erfolgreich!) Vertreter der bürgerlichen Parteien, des Gewerbevereins und der Landwirtschaft zu einer Teilnahme, da solche bei der Ideenwerkstatt noch gefehlt hatten.

Wohl alle anwesenden Frauen und Männer – bunt gemischt nach Alter und "Herkunft" und aus allen Gemeindeteilen – waren gespannt, wie Frau Marti und Frau Meier von der Arbeitsgemeinschaft LA 21 es nun fertigbringen wollten, die vorläufig recht visionären Zielvorgaben für eine nachhaltige Entwicklung von Mettmenstetten in eine konkrete Form zu bringen. Und es sei vorweggenommen: Einiges an diesem Morgen lief ziemlich harzig und nicht so, wie es sich die Teilnehmenden – und die Coacherinnen! – vorgestellt hatten.

Zunächst waren die Anwesenden aufgefordert, herauszuschälen, welche der in der Ideenwerkstatt erarbeiteten Ziele Konsens fanden, also von allen Gruppen Akzeptanz fanden. In einer zweiten Runde waren die „durchgefallenen“ Ziele so umzuformulieren, dass sie einerseits den Wünschen und Vorstellungen der Urheber gerecht wurden, andererseits aber rein sprachlich so abgefasst wurden, dass die offene und eindeutige Aussage alle gewünschten Möglichkeiten noch offen liess. Interessant war, wie die sieben Arbeitsgruppen und die insgesamt 25 Entwicklungsziele (eingeteilt in 8 Themenbereiche) von den Leiterinnen immer wieder anders zusammengeführt wurden, so dass, wie in einem Schüttelbecher, ein vielfältiges Annähern aus unterschiedlichen Perspektiven an die Ziele möglich wurde.

Doch selbst bei Profis klappt die Kommunikation oft nicht optimal: so war z.B. zu Beginn nicht mitgeteilt worden, dass alle Themen, für die nach der zweiten Runde kein Konsens gefunden war, schlicht aus dem Prozess Agenda Mettmenstetten hinausgekippt würden. Kurz vor Mittag wurde klar, dass dies nun mit über der Hälfte der Themen geschehen sollte – was wie ein Blitz einschlug! Eine lautstarke Protestwelle erhob sich, weil sich nämlich zeigte, dass der Grund dafür nicht im Inhalt der Themen lag, sondern in der sprachlichen Formulierung: diese war zu verschwommen oder zu eng. Die Leiterinnen hätten viel früher eingreifen und sicher auch bei der Wortwahl helfen müssen, da den Menschen ja die klare Definition von Zielen nicht in die Wiege gelegt wird... Erwartungsgemäss sind aber auch die Frauen Meier und Marti konsensfähig: Sämtliche Themen, für welche kein Konsens zu Stande gekommen war, werden an der nächsten Forumsveranstaltung nochmals in die Runde gebracht! Der Prozess der Konsensfindung benötigt eben sehr viel Zeit und kann nur bedingt mit geschickten Diskussionsstrukturen beschleunigt werden.

Fazit? Es ist bei solch brisanten Themen, wie es die zukünftige Gestaltung eines Gemeinwesens eben ist, alles andere als einfach, sich zu einem Konsens durchzuringen. Da steckt viel persönliches Herzblut, viel Einsatz drin, so dass man sich rasch missverstanden oder sogar zurückgewiesen und verletzt fühlt. Die engagierten Teilnehmer und Teilnehmerinnen arbeiten bei "Mättmi hüt – für morn" wohl nicht nur an der nachhaltigen Entwicklung ihrer Gemeinde mit, sondern erleben – vielleicht ebenso intensiv – einen persönlichen Prozess, in dem es um Offenheit und Toleranz, Nachgeben und Beharren und um Besinnung aufs Wesentliche geht.

Für Arbeitsgruppe LA 21 und Gemeinderat Mettmenstetten: EB/27.5.03



Finanzielle Unterstützung zugesichert!

Das Bundesamt für Raumentwicklung unterstützt unser Projekt "Mättmi hüt - für morn" mit einem Beitrag von Fr. 10'000.--:

"Es ist wünschenswert, dass so viele Gemeinden wie möglich einen Agenda 21 Prozess einführen. In diesem Sinn kann Ihre Gemeinde eine gewisse Vorbildrolle für andere Gemeinden im Kanton Zürich spielen."

Der Gemeinderat bedankt sich herzlich für den finanziellen Beitrag.
15.4.2003



Impressionen und Bilder von der Ideenwerkstatt finden Sie in unserem Fotoalbum.



Der Schlussbericht kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

 
Schlussbericht: Mättmi hüt - für morn schlussbericht_agenda21.pdf (341.6 kB)

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