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Umwelttipp Klima

Wir publizieren regelmässig Umwelt-Tipps, welche von PUSCH, Praktischer Umweltschutz, www.pusch.ch, zur Verfügung gestellt werden. Darin finden sich jeweils wertvolle Hinweise, was man selber dank einfachsten Verhaltensänderungen für eine gesunde Umwelt tun kann.

 

Käse gut, alles gut?

Wenn im Herbst Caquelon und Raclette-Ofen ausgepackt werden, schwingt ein gutes Stück Tradition mit, die Schweiz ist schliesslich auch ein Käseland. Wir essen viel davon – und immer mehr. Doch zu viel Käse ist nicht nur für Fondue-Fans schwer verdaulich.

Fondue und Raclette stehen nicht nur für Gemütlichkeit. Weil man sie selten alleine isst, stehen sie auch für herzhafte Geselligkeit. Man sitzt beisammen, plaudert und isst langsam, lange – und viel. Stolze 186‘000 Tonnen Käse verzehrten wir Schweizerinnen und Schweizer im vergangenen Jahr. Das entspricht über 21 Kilogramm pro Person. Dass die winterlichen Käsespeisen nicht zu den gesündesten Mahlzeigen gehören, spürt man spätestens nach der Schlemmerei, wenn der geschmolzene Käse schwer im Magen liegt. Mitverantwortlich dafür ist der hohe Fettgehalt. Mahlzeiten wie Fondue und Raclette, die Käse als Hauptzutat haben, schenken also kräftig ein. Doch auch das Klima freut sich nicht, denn die Käseproduktion hat keine gute CO2-Bilanz. Grund dafür ist das Futter für die Kühe, denn die Herstellung von Viehfutter ist aufwendig. Sie braucht viel Fläche und meist kommen Düngemittel und Pestizide zum Einsatz. Im Verhältnis zur Menge an Futter, die sie vertilgen, produzieren Kühe jedoch relativ wenig Milch. Um Käse herzustellen, braucht es wiederum eine ganze Menge Milch: In einem Kilogramm Käse stecken bis zu zwölf Liter. Es ist also recht viel Aufwand nötig, bevor am Ende der Käse über die Kartoffeln fliesst. In der Wirtschaft würde man von einer sehr ineffizienten Produktion sprechen. Trotzdem müssen wir die Nationalgerichte nicht gleich abschaffen. Wie so oft, sind Herkunft, Qualität und Menge ein wichtiges Kriterium. Käse und Kartoffeln aus lokaler Produktion, am besten in Bio-Qualität, machen einen wichtigen Unterschied. Und wer Fondue und Raclette nur ab und zu und in Massen geniesst, schont nicht nur seine Gesundheit, sondern auch das Klima.



Datum der Neuigkeit 15. Sept. 2019