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Zur Entstehung des Gemeindewappens

Das Wappen von Mettmenstetten stellt, schwarz auf weissem Grund, zwei zusammengewachsene Einhornrümpfe dar. Die Herkunft dieses Wappenbildes mit den Fabeltierköpfen ist von der Geschichte her verbürgt. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1285, als Mettmenstetten noch zum grösseren Teil im Herrschaftsbereich der Freiherren von Eschenbach lag, deren Emblem - ein Ankerkreuz auf gelbem Grund - vom späteren Freiamt und dem heutigen Bezirk Affoltern übernommen wurde. Nach dem Niedergang der Eschenbacher erhielten 1309 die Edlen von Hünenberg deren Besitzrechte in ganz Mettmenstetten. Und eben diese Hünenberger führten in ihrem Wappenschild die Einhornköpfe. Als dann auch dieses Rittergeschlecht aus der Geschichte verschwand, blieb deren Hoheitszeichen als unser Mettmenstetter Wappen zurück. Als ältester Beleg für das Wappen der Gemeinde oder der Kirchgemeinde sind die Einhornrümpfe im Mittelfeld der Holzdecke anzuführen, welche der Zuger Tischmacher Jakob Winkler 1521 für die Kirche Mettmenstetten geschnitzt hat.


Wappen
Links: altes Gemeindewappen / Rechts: Aktuelles Gemeindewappen



Die Herkunft des Ortsnamens

Namen wie Rossau, Wissenbach oder Grossholz sind von ihrer Herkunft her leicht zu erklären. Bei Mettmenstetten müssen wir uns auf Vermutungen beschränken. Die Endung "stetten" ist klar. Da handelt es sich vom Ursprung her um eine Stätte, aber um welche? Hier scheiden sich die Geister. Die erste urkundlich noch vorhandene Namensbezeichnung ist 1116 als Metemunstat bestätigt. Mittelalterliche Amtsschreiber, wie auch Chronisten, scheinen jeweils eigene Versionen verwendet zu haben. Namen wie Mettmonstetten (1240), Metamonstetten oder Methemonstettin (1255) liessen vermuten, dass es sich bei der Ortsbezeichnung um die Hofstätte eines alemannischen Siedlers namens Metamon oder Metemun gehandelt haben könnte. Möglich, aber nicht verbürgt. Eher zutreffend erscheint die Erklärung, die Ansiedlung mit der 998 erwähnten Kirche sei als Stätte der Mitte zwischen zwei anderen Orten bezeichnet worden. Welcher Orte allerdings, ist wiederum unklar. Es könnte sich um lokale Siedlungen gehandelt haben, wie zum Beispiel den mittleren von drei alemannischen Höfen, die Mittelstätte zwischen den Weilern Rossau und Dachlissen oder zwischen zwei Dörfern, etwa Kappel und Maschwanden. Zeitgenossen fanden auch die etwas kühne und grosspurig erscheinende Erklärung, Mettmenstetten habe schon seit eh und je als Mittelstätte und Pferdewechselstation zwischen den Städten Zürich und Luzern bestanden.

Wissenschaftlich lässt sich keine dieser Versionen bestätigen. Bleiben wir bei der bescheideneren Deutung: Mettmenstetten war ursprünglich die bedeutendste Siedlung innerhalb eines grossen, alemannischen Einflussgebietes, eben die Mittelstätte, und wohl auch Gerichtsort.

Quelle: Mettmenstetten - Geschichte und Geschichten (Bestellmöglichkeit unter Publikationen)