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Umwelttipp Haushalt und Garten

20. Oktober 2021

Wir publizieren regelmässig Umwelt-Tipps, welche von PUSCH, Praktischer Umweltschutz, www.pusch.ch, zur Verfügung gestellt werden. Darin finden sich jeweils wertvolle Hinweise, was man selber dank einfachsten Verhaltensänderungen für eine gesunde Umwelt tun kann.

 

Frühlingsgefühle im Herbst

Langsam, aber sicher wird es im Garten Zeit für den Winterschlaf. Doch bevor die Natur endgültig Pause macht, ist da und dort ein letztes Mal Gartenarbeit angesagt: Neue Sträucher und Gehölze gehören jetzt in die Erde, damit die Wurzeln noch anwachsen können. Nutzen Sie dabei die Chance für mehr Biodiversität im nächsten Jahr.

Die Tage werden kürzer, die Nächte kalt, und die Nebelschwaden im Garten verraten es: Der Winter steht vor der Tür. Die Zeit der Blätter- und Blütenpracht mag vorbei sein, aber noch steckt Potenzial im Boden. Hobbygärtnerinnen und -gärtner wissen: Robuste und mehrjährige Stauden und Sträucher, die jetzt gepflanzt werden, nutzen die in der Erde gespeicherte Restwärme, um anzu­wach­sen, bevor sie im Frühling dann richtig loslegen. Ein guter Moment also, um die Gartenplanung 2022 zu starten.

Wer dabei die Biodiversität im Blick hat, kann der Natur rund um das eigene Haus viel Gutes tun. Mit Exoten wie dem Kirschlorbeer oder der Thuja setzt man heutzutage garantiert keine Akzente mehr. Sie mögen hübsch aussehen und attraktiv blühen – aber als sogenannte Neophyten haben sie unseren Insekten und Vögeln wenig bis nichts anzubieten. Ganz anders einheimische Büsche und Sträucher wie zum Beispiel die Felsenbirne, die Kornelkirsche oder der Mauerpfeffer. Ihr Angebot an Blüten und Früchten ist perfekt auf die Bedürfnisse von Bienen, Schmetterlinge oder Vögel abgestimmt. Oder die Vogelbeere, deren rote Früchte von August bis Oktober fast 60 unter­schiedlichen Vogelarten Nahrung bieten. Die Auswahl dieser Lebensspender ist gross, und immer mehr Gärtnereien unterstützen Biodiversität in der Schweiz und erweitern ihr Sortiment entsprechend. Wer also im Herbst im eigenen Garten auf einladende Pflanzen setzt, kann sich jetzt schon auf den Besuch von Hummeln, Rotkehlchen und Co. im kommenden Jahr freuen!