Kopfzeile

Inhalt

Umwelttipp Abfall und Recycling

1. Januar 2020

Wir publizieren regelmässig Umwelt-Tipps, welche von PUSCH, Praktischer Umweltschutz, www.pusch.ch, zur Verfügung gestellt werden. Darin finden sich jeweils wertvolle Hinweise, was man selber dank einfachsten Verhaltensänderungen für eine gesunde Umwelt tun kann.

 

Wenn der Plastik einpacken kann

Abfall enthält viel Material, das der Umwelt schadet – und davon produziert die Schweiz eine Menge. Nur in den USA und in Dänemark fällt pro Person mehr Müll an als bei uns. «Zero Waste» ist eine Bewegung, die das ändern möchte. Ansetzen lässt sich fast überall im Alltag; vieles ist ganz praktisch umsetzbar.

Einen grossen Anteil am Abfall hält in der Schweiz das Plastik, denn dieses Material begleitet uns durch den Alltag. Wir kaufen in Plastik verpackte Dinge, wir sitzen auf Plastik, wir essen aus Plastik. Oft ist Plastik praktisch, manchmal ist es ärgerlich und oft einfach überflüssig. Zum Beispiel in der eigenen Küche. Zwar lassen sich Essensreste, die in Plastikfolie eingepackt sind, im Kühlschrank gut frisch halten. Aber anschliessend wandert die Folie in den Abfall. Wer sich (neben der Umwelt) daran stört, dem bieten Bienenwachstücher die Chance, in der Küche einen Schritt in Richtung Zero Waste zu machen. Die Wachstücher sind wasch- und wiederverwendbar und damit eine praktische Alternative sowohl zur Frischhaltefolie aus Plastik als auch zu jener aus Aluminium. Neben Tüchern aus Bienenwachs gibt es im Handel auch solche aus Baumwolle, pflanzlichen Ölen und Baumharz. Mit etwas Geschick und den zahlreichen Anleitungen im Internet lassen sie sich sogar leicht selber herstellen. Wer dazu ein altes Baumwoll-T-Shirt verwendet, statt es wegzuwerfen – und damit gleich nochmals einen Beitrag zu Zero Waste leistet –, kann auch die Grösse der Tücher selber bestimmen. Keine Zeit und Lust dazu? Weil die Wachstücher immer mehr in Mode kommen, sind sie inzwischen leicht in den Läden zu finden. Wer eins zu Hause hat, leistet einen kleinen, aber effizienten Beitrag an die Umwelt.

Ausserdem: Noch vor den Wachstüchern kommt das Essen, denn Zero Waste bedeutet auch: kein Food Waste. Essensreste gehören deshalb nicht in den Abfall, sondern in den Kühlschrank – und zurück auf den Tisch.